Neujahrskurzgeschichte: Der Bus

Vor einem blattlosen Baum wartete sie auf den Bus. Im Hintergrund stand dunkel eine alte Kapelle, die im kalten Nebel wie eines üblen Zauberers finsteres Schloss aussah. Wenn es in einer Geschichte wäre, erschiene plötzlich ein Geist aus ihrem Schatten und es sie in kürzen Sekunden glücklich äße.

Sie schaute ihr Handy an. Der Bus hätte vor zwei Minuten kommen sollen. Er war zwei Minuten spät. Zwei Minuten. Hatte es in ihrem ganzen Leben je zwei länger Minuten gegeben? Sie dachte, dass sie wahrscheinlich gegeben hatte, aber erinnerte sich an keine.

Sie hörte dann etwas, das ziemlich schwer anhörte, hinter ihr auf den Boden dumpffallen. Einen kleinen Schrei stieß sie aus und lief sie den Straß hinüber. Außer der Reichweite der Straßenlampe schauten ihre Augen zurück. Da sah sie nur einen Haufen Schnee.

Einen leisen Seufzer stieß sie aus und sie richtete ihren Blick in die Ferne, in die Richtung des angekommenden Buses. Der Bus fuhr richtig schnell und verlangsamte sich nicht. Der fuhr an der Haltestelle vorbei, stoppte nicht. Der Fahrer sah sie, die noch in der Dunkenheit und im Nebel gestandenhatte, nicht!

„Was für einen Typ?! Halte mal!” strafte sie ihm mit einem Fluch und sie jagte ihm nach.

Trotzdem war sie machtlos. Der bus wartete sie nicht. Danach lief sie zur Haltestelle zurück. Sie fand sich müde, verärgert und ein bisschen durstig. Ihr Handy leuchtete den Zeitplan der Haltestelle. Sie knurrte missbilligend und schlug sich eine Hand ihr Gesicht vors. Vierzig länger Minuten bis zum nächsten Bus, so lange dass man schneller zu seiner Ziel zu Fuß laufen könnte.

„Entschuldigung, wann kommt der Bus?” fragte eine männliche Stimme, die hinter ihr war.

„Nächsten Jahrzehnt. Verdamnnt er! Eben jetzt verpasst er mich und läuft schon weg! Spät, blind, und eigentlich gehörlos! Ich habe kein Wort dafür” antwortete sie.

Ihre Augen schauten noch auf der Zeitplan.

„Ach so! Es tut mir leid…” sagte die Stimme.

Sie seufzte müde. “Nä! Ich sollte früher zu starten. Stimmt, das war für meinen Teil meine Schuld. Er kommt übrigens in vierzig Minuten wieder,” informierte sie und zur gleichen Zeit drehte sie sich um.

Das witzigste Sache mit diesem Dialog war: als sie sich umdrehte, sah sie niemand hinter ihr. Die kalte Luft pfiff langsam. Die einsame Haltestelle wurde noch von Nebel bedeckt. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Es war die ziemlich gute Zeit für Schreien, ob man fand das sinnlos oder nicht.

Sie schaute rechts. Es gab niemand zwischen oder nah die Reihen der geparkte Autos. Die Straß legte leer und ruhig. Ach! Sie legte nicht immer ruhig, weil die Knistern der Feuerwerke aus der Ferne manchmal gehören könnte wurden. Die Silvesterfeiern waren irgendwo in der Nahe angefangen aber von der Haltestelle wurde kein Feuerwerk sichtbar.

Sie gefiel nun, dass sie links nicht schauen sollte. Sie durfte besser einfach in die Richtung der Knistern zu flüchten. Dann erinnerte sie sich an, dass sie letzten Sommer den Horrorfilm “Es” geschaut hatte. Darüber hatte sie gelernt, dass in diesen Fälle einen Kind-Morder, Realität-Ändernde, teleportierende Clown immer, immer hinter ihr stand.

„Mache sie den amateurhaften Fehler nicht“, sie dachte sich und sie rannte ausgezeichnet schnell rechts.

„Warte!” kam die Stimme,„Wohin kommen Sie? Ich fahre Ihnen gerne mit meinem Auto.”

„Hä?”

Sie stoppte und drehte sich um. Dort sah sie endlich einen Mensch, der am Leben und gar nicht am Toten aussah. Er war auch kein Clown und das fand sie einfach am wichtigsten.

„Sie haben recht. Dies ist genau mein Auto,” zeigte er sich auf ein rotes Auto, bei dem sie zufälligerweise stoppte.

„Äh…na ja. Das wäre super…”

Sie zögerte.

„Aber warum fragten Sie nach dem Bus, wenn Sie ein Auto hab?”

Er lächelte und kam zu das Auto entgegen. „Komm doch mal rein!” lud er ein.

Sie fand, dass seiner Ruhe ziemlich verdächtig. Trotzdem sah er nicht übel und so gar hübsch aus. Sie fühlte sich ein bisschen peinlich, dass sie nach seiner Aussicht beurteilte.

In jedem Fall fand sie ihre Peinlichkeit im Momentan doch egal. Sie hat keine Lust auf vierzig Minuten in der Dunkelheit zu bleiben, wann sie eben jetzt zu eine Silvesterfeier gehen könnte.

Sie zögerte nicht mehr und stieg in das Auto ein.

Diese Entscheidung, die sie sich achtlos traf, war ganz ungewöhnlich und ob sie nachdem wegen dieser Entscheidung gegessen würde, fänd sie es gar nicht überraschend.

„Wohin kommen Sie?” fragte sie.

„Wie bitte? Das ist meine Frage,” sagte er.

„Bei mir ist der Straßenbahn und Ihnen?”

„Mein Ziel war die Innenstadt aufgrund des Silvesterfeuerwerks aber es ist halt nicht mehr notwendig. Nachdem ich Ihnen zum Straßenbahn fahre, gehe ich gerade nach Hause.”

„Darum!” stieß sie aus.

Sie errinerte sich danach an, dass in der Innenstadt während der Silvesterfeier alle Autos verboten waren.

„Genauso! Heute ist eine besonderne Fall, dass die öffentliche Verkehr besser als ein Auto ist,” lächelte er und brachte kein Beschwerde vor.

„Ich finde das nicht so richtig. Ich brauche kein Opfer von dir. Lass uns–”

Er fiel ihr ins Wort.

„–Nein! Der nächste Bus is halt bei uns zu spät. Ich denke, dass es besser ist, wann eine von uns das Feuerwerk des Jahrzehntende sehen kann. Das ist nun deine Pflicht! Erfreue dich dessen mal! Du darfst dich meinethalben dessen erfreuen.”

„Du sagst das verdammteste, wie du willst,” sagte sie müde, „Trotz dessen, hasse ich das kaum…”

 

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